Würzburg ist eine kreisfreie und fünfgrößte Stadt in Bayern. Sie ist Sitz des Regierungsbezirkes Unterfranken, Bischofssitz der Diözeses Würzburg und Landratsamt Würzburg. Die Stadt liegt im sogenannten Maindreieck und 14 Städte und Gemeinden grenzen daran. Deutschlandweit ist Würzburg als Zentrum des Frankenweins bekannt und auf dem Stadtgebiet findet man die Frankenweinlage Würzburger Stein. Neben dem Stein befinden sich weitere Einzellagen, wie Abtsleite, Kirchberg, Innere Leiste, Kirchberg, Stein/Harfe und Schlossberg. Eine Besonderheit sind die Bäcken, das sind Weinstuben wo man mitgebrachtes Essen verzehren darf. Einige Weingüter bieten direkten Weinverkauf und Führungen durch die Weinkeller an. 1981 wurde die Würzburger Residenz als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Diese wurde 1720 bis 1744 im Barockstil erbaut. Das Treppenhaus ist mit einem 600 Quadratmeter großem, freitragenden Gewölbe überspannt und wurde in Fresko-Technik ausgemalt. Im Residenzgebäude sind Museen und Institute der Universität untergebracht. Im Südwesten der Residenz ist die Hofkirche integriert und im Nord- und Südflügel liegen die Staatlichen Weinkeller. Eine der ältesten Universitäten Deutschlands und älteste in Bayern ist die 1402 gegründete Julius-Maximilians-Universität. 1582 wurde sie neugegründet und zählt mit über 30 Studentenverbindungenzu den Verbindungshochburgen. An dieser Universität wurde 1804 auch die Hochschule für Musik Würzburg gegründet und ist die älteste Musikausbildungsstätte in Deutschland. Für Wertermittlungen und Gutachten ist die Schulvielfalt von Interesse. Sachverständige für Immobilien beachten auch die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung oder die Würzburger Dolmetscherschule.

Die Stadt wird vom Wahrzeichen, der Festung Marienberg, überragt. Die Geschichte der Bergfeste lässt sich durch drei Jahrtausende verfolgen. Um 1000 v.Chr. Gab es an dieser Stelle eine keltische Fliehburg. Auf diesem Kern wurde 706 die Marienkirche geweiht und 1201 die Burg gegründet, 1253 bis 1719 wurde sie als Residenz der Würzburger Fürstbischöfe genutzt. Anstelle der Befestigungsanlage verläuft nun der Ringpark. Dieser ist 3,3 Kilometer lang und bis zu 240 Meter breit und liegt halbkreisförmig um die Altstadt. In der Altstadt sind viele Gassen wo sich viele gastronomische Betriebe befinden. Die Studentenstadt Würzburg hat aber auch ein vielfältiges und aktives Nachtleben mit Clubs, Bars, Kneipen und Diskotheken. Die bekannteste Diskothek ist wohl die Airport, sie wurde 1983 eröffnet und zählt zu den ältesten Großraumdiskotheken Deutschlands.

Würzburg ist auch Namensgeber. Das Flugzeug Airbus A321-100 D-AIRUwurde auf den Namen der Stadt getauft. Das Eisenbahnmuseum gab der Dampflok 7409 den Namen, der ICE-Triebzug 406 080 trägt ihn seit 2002 und der Würzburg-Riese und Würzburg FuMg39 waren Radar-Anlagen im zweiten Weltkrieg.

Auch Hollywood entdeckte Würzburg für sich. Im September 2010 begannen die Dreharbeiten zu dem Film „Die drei Musketiere“ in der Residenz, der Festung Marienberg und auch auf der Alten Mainbrücke. Da haben die Schauspieler und Regiseure, die im Januar beginnende Fastnachtzeit im Staatlichen Hofkeller verpasst. In der Närrischen Weinpob werden kritische Beiträge zum Jahresgeschehen in fränkischer Mundart vorgetragen.